Dienstag, 5. Februar 2013

Die Wahrheit über Ägyptologen...

Quelle: FB

Shopping Queen mit Oversizegröße 42/44???

Wie ihr bereits wisst, schaue ich ja gern zur Entspannung Trash-TV. Eine der jüngeren Ausgeburten desselben ist "Shopping Queen", wo sich fünf konsumgeile, intelligenzreduzierte Weiber einem vierstündigem Kaufrausch ergeben und 500 Öcken auf den Kopf hauen können, um sich ein Outfit passend zum Thema der Woche zusammenzukaufen, das von dem angeblichen Stardesigner Guido Maria Kretschmer vorgegeben wird. Der Name sagt euch nichts? Macht nichts, von GMK hatte ich auch noch nie etwas gehört, ich musste erst einmal Google befragen.

Quelle: toonpool.com

Pro Tag ist eine aus der Runde der Shoppoholikerinnen dran, die die anderen zu sich nach Hause einlädt, damit die in ihrer Unterwäsche wühlen oder den Schuhschrank auseinandernehmen können. Derweil spurtet die Gastgeberin hektisch und in Begleitung ihrer besten Freundin/Ehemann/Schwester/Mutter/Cousine durch die jeweilige Innenstadt/Einkaufszentrum/Großmarkt, um sich mottogemäß einzukleiden. Ach ja, passende Frisur und Make-up müssen auch sein - meistens schnell und in den letzten 20 Minuten vor Ablauf besagter vier Stunden von überforderten Fachleuten hingepfuscht. Am Ende dieses Marathons darf sich die Kandidatin des Tages dem Hohn und Spott ihrer Mitstreiterinnen ausliefern. Der wird natürlich nicht offen geäußert -  wie Frauen nun mal so sind, loben sie zunächst einmal das Outfit ihres jeweiligen Opfers in höchsten Tönen, um es dann zu zerfleischen. Netterweise, nachdem es die Bühne verlassen hat. Bei der Punktevergabe - die Klamottenkombis, die Frise etc. werden natürlich bewertet - zeigt sich dann erst recht die häßliche Fratze der Stutenbissigkeit und so manch eine bepunktet ihre Konkurrentinnen nur deshalb so schlecht, damit  die eigenen Chancen auf den Sieg - ein Preis, der immerhin mit 1000 Euro dotiert ist - steigen. Mir graust es immer bei diesem neidvollen, gehässigen Geplapper!

Sinn und Zweck dieser Sendung? Ja, hmmm, keine Ahnung! Hat Asi-TV überhaupt einen Zweck außer dem der Volksverdummung?
Eigentlich dachte ich bei diesen fünfköpfigen Weiberklübchen ja an eine Art Therapiegruppe, zu der vom stetigen Shoppengehenmüssen genervte Männer ihre konsumgeilen Freundinnen/Lebensgefährtinnen/Ehefrauen schicken, damit man sie dort von ihrer Verschwendungssucht heilt. Einkaufen mit begrenztem Budget in einer vorgegebenen Zeit, das artet ja in Stress aus, man muß sich die Knete einteilen und rechnen, darf nicht kaufen, was man will, weil es ja zum Tagesmotto passen muß etc. - das macht keinen Spaß und schwupps, verliert frau die Lust am Geldausgeben!

Ich mein', habt ihr euch mal angesehen, was die ein oder andere Teilnehmerin da für einen Haufen Schrempel hortet? Schuhsammlungen, die Imelda Marcos vor Neid erblassen ließen, und ganze Zimmer voller Klamotten, die zum größten Teil noch nie getragen wurden und an denen noch die Preisetiketten hängen! Ich staune jedes Mal Bauklötze! Manche eine hat offensichtlich das ganze Warenlager von C&A, Zalando oder einer anderen Nobelboutique *GG* daheim untergebracht. Wieso eigentlich, wenn man die Kleidungsstücke ohnehin nicht trägt? Einfach nur kaufen um des Kaufens Willen? Haben wollen, nur um zu besitzen? Da ist es ja kein Wunder, daß die Kerle ihre hobbylosen Weiber Vox und der öffentlichen Häme ausliefern! 
Manchmal kommen die Typen auch mit, um a) ihrer Frau das Einkaufen von Anfang an zu versalzen und b) um einzugreifen, falls sich die Patientin in der Euphorie versteigt, 500 Euro mit vollen Händen ausgeben zu können und wahllos irgendetwas kauft. Dient natürlich der Steigerung des beabsichtigten Therapieeffekts...

 Quelle: toonpool.com

Tjaaaa, aber als meine Tochter mal meinte, ich könne mich ja auch mal bei Shopping Queen bewerben, habe ich tatsächlich mal den Internetauftritt der Sendung durchstöbert. Nicht, daß ich wirklich vorhabe, bei diesem Sch... mitzuwirken - allein, daß ich meine Schuhe (die Paare) an einer Hand abzählen kann, disqualifiziert mich schon. Außerdem kann ich schlecht mehr als ein Paar gleichzeitig tragen, was brauche ich also 100? Nenenene, ich wollte mal nachsehen, wie die Teilnahmebedingungen ausschauen. Und da stoße ich tatsächlich auf die Nachricht, daß Kandidatinnen mit Oversize ab 42/44 gesucht werden!
Da hat es dann bei mir ausgehakt! 42/44 ist eine normale Konfektionsgröße - meine z.B. - und ich kaufe NICHT im einem Geschäft für Übergrößen ein!
Wahrscheinlich ist der zuständige Redakteur, auf dessen Mist dieser Mist gewachsen ist, ein guter Freund von Karl Lagerfeld oder hat sich zu Herzen genommen, was Kalle so von sich gibt. Der bevorzugt ja bekanntermaßen an Anorexie leidende, ausgemergelte Hungerhaken, die ihre mit fahler Haut überzogenen Skelette über die Laufstege der Welt schieben. Ich wette, es scheppert, wenn die mal stolpern und hinfallen!

In Anbetracht dessen, daß die Menschheit immer größer wird - ich meine jetzt wirklich die Körpergröße und nicht den Bauchumfang -, ist es meiner Meinung nach vollkommen unangebracht von einer Kleidergröße 42/44 als Oversize zu sprechen *fubar* 
Was ist denn dann normal? Die Undersizes, die diese Topmodels dürren Knochengerippe tragen?

Was haben die Typen bei Vox überhaupt für ein Frauenbild und welches zeichnen sie mit dieser furchtbaren Sendung? Mir rollen sich die Fußnägel hoch, wenn ich anfange, darüber nachzudenken!

Daß sich überhaupt eine klar denkende, vernünftige Frau dafür hergibt und den Machern dieses Machwerks noch in die Hände spielt, dafür fehlt mir jegliches Verständnis. Aber bei einer Handvoll Kohle und der Möglichkeit, mal im Fernsehen zu erscheinen, setzt wohl bei vielen das Hirn aus - falls vorhanden. Bei den Kandidatinnen von SQ scheint es ausschließlich rudimentär angelegt zu sein - auf dem Stammhirn sitzt offensichtlich nur noch eine Geldbörse...

Dienstag, 29. Januar 2013

Altägyptisches Erdmandelkonfekt

Zur Abwechslung mal kein Genöle von mir, sondern ein original altägyptisches Rezept aus der Grabkammer des Wesirs Rechmire (15. Jh. v. Chr.), das ich im Rahmen eines Seminars übersetzt und dann schließlich nachgekocht habe. Da die alten Ägypter leider keine genauen Angaben zu den Zutaten und der Herstellung des Konfekts gemacht haben, bleibt einem nichts anderes übrig, als die dargestellten Vorgänge Pi mal Daumen nach Bild und Beischrift nachzubasteln.

Man benötigt Honig (den cremigen, nicht den flüssigen!), Erdmandelmehl und Fett. Die alten Ägypter nahmen wohl Rindertalg, ich greife lieber zu Palmin (Kokosfett), ein adäquater Ersatz. Bei dem Erdmandelmehl handelt es sich um die fein gemahlenen Knollen der unterirdischen Ausläufer von Cyperus esculentus (auch Tigernuß genannt), einem Verwandten des Papyrus. Das Mehl ist im Reformhaus zu erhalten oder bei Diätlebensmitteln in Supermärkten - zumeist in der Nähe glutenfreier Lebensmittel, da es auch als Mehlersatz für Zöliakiekranke verwendet wird. Es schmeckt nussig und ziemlich süß.



Nun aber ans Machen:
Zunächst siebt man drei EL Erdmandelmehl in eine Schale, vermischt diese mit drei bis vier EL Honig und rührt so lange, bis daraus eine homogene Masse entstanden ist. Die gießt man nun in eine flache Pfanne und erhitzt das Ganze auf mittlerer Flamme, bis ein zartes Röstaroma zu vernehmen ist. 



Dann gibt man zwei Klötze einer Palminpackung hinein und läßt das Fett unter ständigem Rühren schmelzen. Falls sich Fett absetzen sollte, kann man noch etwas mehr Honig und Erdmandelmehl hinzugeben. Die Masse sollte nun noch ein paar Minuten auf dem Herd verbleiben, bis sie anfängt einzudicken. Rühren dabei nicht vergessen! 
Die Mischung gießt man nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lässt sie erkalten.
Wenn sie fest geworden ist, schneidet man sie in Dreiecke. 



In Bonbonpapier gewickelt halten die altägyptischen Bonbons von Herrn Rechmire auch einige Zeit, falls sie denn überhaupt den nächsten Tag erleben. Die schmecken nämlich unglaublich gut!

Bildquelle: Nach den Gemälden von Nina de Garis Davies, Metropolitan Museum of Art, Tomb of Rekhmire

Freitag, 25. Januar 2013

Was die Kochprofis mit Ägyptologen gemeinsam haben....

Hallihallo mal wieder nach einer längeren Blogpause!
Ein neues Jahr hat angefangen, an das ich mich noch nicht gewöhnt habe und das mir aufgrund der Jahreszahl schon mal unsympathisch ist - 2013, uuuuuuh! Das Jahr hat abgesehen von massiven Zahnschmerzen jedoch gut angefangen. Ich habe ein Blockseminar absolviert, mit Freunden die zur Zeit laufende Amarna-Ausstellung in Berlin besucht und jede Menge vor. So weit, so gut! Neulich jedoch, als ich so durch das Internet streifte und mal hierhin, mal dorthin surfte, stieß ich auf die ein oder andere Seite, deren Betreiber(in) sich befleißigt sah, ihren/seinen Namen in Hieroglyphen schreiben zu müssen. Noch schlimmer isses, wenn diese, hmmm, nennen wir sie mal interessierte Laien einen ganzen Ägyptenroman oder gar ein Sachbuch zum Thema verfassen. Natürlich weiß ich, daß das Alte Ägypten und insbesondere die Hieroglyphenschrift viele Leute in den Bann ziehen. Das ist auch gut und vollkommen in Ordnung so. Ich interessiere mich ja auch nicht nur und ausschließlich für meinen Beruf - naja, im Grunde....äääh, doch, schon...*GG* 
Mein Beruf ist einfach der geilste und spannendste Beruf, den es gibt und nichts macht mich glücklicher als einen Hieroglyphentext zu lesen und zu übersetzen. Dann kribbelt es in meiner Magengrube, als wäre ich frisch verliebt, und in meinem Blut kreist eine Überdosis Endorphine, wenn ich meiner Arbeit nachgehe. Das Gegenteil tritt allerdings ein, wenn ich mir den Käse reinziehen muß, den diese interessierten Laien verzapfen. 

Da geht es mir dann so wie Mike Süsser. Kennt ihr doch, oder? 
Mike ist einer von den Kochprofis, einer Gang von Sterneköchen aus dem Trash-TV, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Möchtegerngastronomen und Hobbyköchen, die ihre Passion zum Beruf gemacht haben, klarzumachen, daß nicht jeder dazu berufen ist, ein Restaurant zu führen. Wenn ich mir anschaue, was da einige Typen in ihren Küchen zusammenbasteln und die Chuzpe besitzen, ihr Gemansche fremden Menschen vorzusetzen und auch noch Geld dafür zu verlangen, dann grenzt das schon fast an Auftragsmord oder zumindest an vorsätzlicher Körperverletzung. Der Mike und seine Kollegen kriegen dann immer so schön die Krise - klar, steht ja so im Drehbuch!
Ohne Ausbildung in einem Lehrberuf herumzupfuschen, meint der Mike, kann nur in die Hose gehen. Wer nix wird, wird Wirt - das mag der Mike nicht hören. Und wo der Mike recht hat, hat er recht! Es reicht eben nicht, mal in ein Kochbuch zu gucken und eine Handvoll Rezepte auszuprobieren, um ein Restaurant aufzumachen!
In der Ägyptologie ist es ähnlich. Da pfuschen viel zu viele Laien herum, die mal zwei, drei Ägyptenbücher gelesen oder das sog. Hieroglyphenalphabet für Touristen in Kairo erworben haben, und schwingen sich zum Ägyptenkundigen und Hieroglyphenexperten auf. Zu allem Überfluß glauben die auch noch, ihre Weisheit mit anderen teilen zu müssen und veröffentlichen ihre Ergüsse im Internet oder sonst wo.
Wieso nur???

Quelle: cartoonstock.com

 
Ich mein', ich schreib doch auch kein Buch über Marie Curie und ihre Forschungen zur Radioaktivität oder Physik und Elektrizität, obwohl ich damit täglich Umgang habe. Strom, das ist eine unsichtbare Macht, die aus dem Nichts kommt und ohne die mein PC und meine Kaffeemaschine nicht laufen, wahrscheinlich von Dämonen hergestellt und anderen dunklen Mächten. Überhaupt ist das alles schwarze Magie.
Neee, davon habe ich keine Ahnung, also halte ich am besten meine Klappe und meine Finger still. Aber was ägyptische Geschichte angeht oder die ägyptische Schrift und Sprache, dazu meint jeder, müsse er etwas beitragen, egal, wie unsinnig oder falsch es auch ist. Wagt man dann als Fachfrau, diejenigen zu kritisieren oder gar Fehler zu berichtigen, erntet man im besten Falle ein schnippisches "Das habe ich aber so gelesen!" oder "Das steht aber so im Buch!" 
*seuuuuuuuuuuufz*
Ja, neeeeeee, is' klar! Da verbringt man Jahre auf der Uni, lernt die verschiedenen Sprachstufen des Ägyptischen, das nicht ganz einfache Zeichensystem und die Grammatik, setzt sich mit Hieratisch, Demotisch und Koptisch auseinander, studiert die Geschichte und die Denkmäler der Pharaonen und dann muß man sich im Grunde sagen lassen, daß alles ganz easy wäre und jeder, auch ohne ein langes und mühseliges Hochschulstudium zu absolvieren, Hieroglyphen lesen und schreiben könne.
Supi, dann werde ich Chirurgin - habe ich auch nicht studiert, aber ich kann Fleisch schneiden - und schnippele demnächst einfach mal an ein paar Menschen herum. Ist ja fast das Gleiche wie ein Brathähnchen, hat nur eine etwas andere Form und ist ein bißchen größer. Ich könnte auch Zahnärztin werden, eine Bohrmaschine haben wir und mit Fimo und ein bißchen Draht bastele ich bestimmt traumhafte Prothesen und Brücken!

Ach nein, gemäß dem Sprichwort "Schuster, bleib' bei deinen Leisten!" bleibe ich lieber bei meinen Hieroglyphen, koche für meine Familie in der heimischen Küche und nicht in einem Restaurant, schreibe auch kein Fachbuch über Elektrizität, obwohl ich einen Stecker in die Steckdose stecken kann und ihr, ihr Ägyptenverrückten, ihr könnt ruhig weiter eure komischen Hieroglyphen im stillen Kämmerlein weiterpinseln, aber bitte, biiiiiiitte zeigt das Zeug weder auf eurer Homepage noch auf eurem Blog oder sonst irgendwo, wo ich darauf stoßen könnte. Das ist Folter und treibt mir die Tränen in die Augen!
Sonst komme ich irgendwann mit meiner Bohrmaschine, wenn ihr Zahnweh habt, und meinem Fimo für die Plomben und werde mich an euch rächen!

Sonntag, 23. Dezember 2012

Merry Creepmas

...wollte ich Euch schon einmal wünschen, ein paar erholsame Tage und überhaupt...



Lasst es euch gut gehen, man liest sich!

Samstag, 15. Dezember 2012

Weltuntergang

In wenigen Tagen haben wir es hinter uns.
Nein, nicht das Weihnachtsfest, wo denkt ihr hin! Ein viel bedeutsameres Ereignis steht uns bevor: das Ende der Welt! 

Wieviele Weltuntergänge ich schon in meiner Kindheit mitgemacht habe, möchte ich gar nicht wissen. In den 80ern ist die Welt jedes Jahr mindestens einmal untergegangen, aber ich lebe immer noch. Vielleicht bin ich ja unsterblich? Oder gar nichts von all dem, was ich erlebe, ist real, denn ich befinde mich in der Matrix und muß nächsten Freitag die rote Pille schlucken. Kann ja auch sein!
Es ist aber auch möglich, daß unsere Erde schon längst nicht mehr besteht und wir auf dem Globus leben, der auf einem Sockel ruht, der auf der alten Welt errichtet wurde. Ihr kennt doch Momo und Gigis Geschichte von Marxentius Communus oder nicht?

In der Schule erzählen sie den Kindern jedenfalls irgendeinen Schmu über den 21.12. - von Sonnenstürmen, die gräßliche Auswirkungen auf alle elektrischen Geräte haben, von Flugzeugen, die vom Himmel fallen, und von Hungersnöten, die deshalb entstehen, weil der Bankautomat kein Geld mehr ausspuckt und man dann nicht mehr einkaufen gehen kann. Sagenhaft, daß die Mayas über kaputte Bankautomaten Bescheid wussten, aber ihren eigenen Untergang nicht vorhersehen konnten. Und wenn's nicht die Schuld der Mayas ist, daß am 21.12. alles vorbei ist, dann die von Nostradamus. Der wird ja auch gerne herangezogen, wenn den Leuten mal wieder nach Katastrophen und Weltuntergang zumute ist. Blöd nur, daß die ganzen Propheten sich aber auch so kryptisch ausdrücken mussten und man den Inhalt ihrer Weissagungen nicht wirklich versteht und auf verschiedene Weise deuten kann. 

Quelle: ridic.tumblr.com

Die Wissenschaft sagt natürlich etwas anderes: irgendein für den Mayakalender wichtiger Zyklus endet am 21.12.2012 und ein neuer beginnt. Am 21.12. jedoch wiederholt sich eine ominöse Zahlenkombination nach der Zeitrechnung der Mayas, die das Datum von deren Schöpfungstag ebenfalls aufweist. Daher ist der 21.12. für die Maya natürlich ein bedeutsames Ereignis - falls deren Kultur noch existierte, würden sie wahrscheinlich ordentlich feiern. Naja, vielleicht tun das ja ihre Nachfahren, so genau kenne ich mich damit nicht aus. Die ganze Sache mit dem Mayakalender ist aber auch ziemlich kompliziert und da man Wissenschaftlern ja noch weniger Glauben schenken kann als einer Schlagzeile der Bildzeitung, ignoriert man jene beruhigenden Nachrichten geflissentlich. Weltuntergang ist ja auch viel spannender und die Aussicht, daß das triste Alltagseinerlei bald vorbei ist, beflügelt so manche Katastrophenjunkies und Schwarzseher auf's Höchste.

Ohnehin liegt Pessimismus im Trend. Erinnert ihr euch noch an 1999? Da waren wir auch schon mal dem Weltuntergang nahe. Nur daß der nicht von irgendwelchen kosmischen Ereignissen herrühren sollte, sondern davon, weil die Zeitrechnung aller Computer weltweit am 31.12.1999 endete...oder so. Die Programmierer der PC-Uhren und -kalender klatschten sich an den Kopf und schämten sich, weil sie vergessen hatten, daß nach 1999 die 2000 kommt oder weil sie nicht wußten, wie man dieses Datum programmiert. Jedenfalls rechnete man damals mit einem ähnlichen Szenario wie heute: die Computer sollten ausfallen, die Bankautomaten kein Geld mehr ausspucken etc. Mit Bangen wartete man auf den magischen Jahrtausendwechsel und... nix passierte! Nichts fiel aus, alles lief weiter wie bisher. Sogar das Internet funktionierte weiterhin und man konnte auch immer noch den Pizzabringdienst erreichen, was ja die größte Sorge mancher Mitmenschen war.
Ich kann euch also beruhigen: das Ende der Welt findet sicherlich nicht am 21.12. statt und es wird auch nichts ausfallen - allerhöchstens am 22.12. die Server von Facebook und zwar wegen Überlastung, weil nämlich Milliarden von Menschen ihren Freunden "Ich habe den 21.12.2012 überlebt!" mitteilen müssen.

Sorgen solltet ihr euch erst machen, wenn der April vorbei ist. Daß der Weltuntergang am 30. Mai stattfindet, weiß man schon seit 1954. Wir haben also noch gut fünf Monate...MINDESTENS!




Die Leute im Asi-TV gibt's ja echt!

Sie leben und sind real! OMG! 

Zu dieser grandiosen Erkenntnis gelangte ich heute gegen Mittag in der Filiale eines SB-Backshops nach einem Zusammenstoß mit einer Dummbratze Marke blondgefärbte Straßenschwalbe vom Bosporus. Und nein, ich bin weder rassistisch noch islamophob (ganz im Gegenteil), aber die gängigen Vorurteile gegen unsere türkischen Mitbürger sind mir durchaus bekannt. Bislang hielt ich diese Klischeetürken, die im deutschen Fernsehen ihr Unwesen treiben, für eine Ausgeburt desselben: pöbelnde Proleten, die ohne Sinn und Verstand auf harmlose Mitmenschen losgehen und sie dumm anmachen, weil...naja, warum auch immer. Einen Grund braucht's dafür nicht!

Ich dachte immer, diese Leute agieren nach Drehbuch, vollkommen überzogen und so aggressiv, daß deren ganzes Getue einfach nicht real sein kann.
Heute wurde ich eines Besseren belehrt...

Es war so, daß meine Tochter und ich in besagtem Backshop ein paar Teilchen holten und diese dann eintüten wollten. Die Verpackungsstation wurde jedoch komplett von einem Pulk Menschen blockiert, die dort einfach nur sinnlos mit leeren Kaffeetassen herumstanden und durcheinander quasselten.
Auf meine Frage "Darf ich mal bitte durch?", weil ich mir zwei Tüten angeln wollte, ging mir die blond gefärbte Trutsche an die Gurgel.
Sie fing an mit "Das geht aber auch was höflicher!" und begann zu pöbeln. Es fehlte nur noch das "Ey, du kumms' hia nisch rann!" à la Kaya Yanars Hakan...



Ich muß sagen, daß ich, obwohl ich sonst mit einer ziemlich frechen Klappe gesegnet bin, erst einmal sprachlos war ob der mir entgegenschlagenden Aggressivität und mich fühlte, als wäre ich im falschen Film gelandet. Ich hab' sogar Ausschau nach der versteckten Kamera gehalten, weil mir die Situation so irreal erschien.
Auf meine Erwiderung "Wer selbst mit dem ICE durch die Kinderstube gebraust ist, sollte andere besser nicht anlabern!" (gut, nicht sehr geistreich, aber ich war wirklich perplex) wurde die Schnepfe dann erst recht fuchtig. Ich solle aufpassen, was ich sage, sonst würde ich merken, was passiert, was ich mit einem lieblichen Lächeln und einem "War das eine Drohung?" quittierte. Daraufhin stutzte Blondi und tönte herum, man solle sich mal ansehen, wie ich mich geschminkt hätte, Augen wie eine Katze, ooooohohoho!
Häääääh? *achselzuck*
Ich Dunkelbunte lief halt herum wie immer: in schwarzen Klamotten mit lila-schwarzen Smokey Eyes - nicht wirklich außergewöhnlich. Ob jetzt irgendwelche geistesgestörten Dumpfbacken mein Outfit oder mein Make-up nun gutheißen oder nicht, juckt mich nicht. Gut, ich weiß, daß meine Art mich zu kleiden und zu schminken, polarisiert. Den einen gefällt's und sie finden's cool, daß ich nicht so herumrenne wie die Spießermuttis bei uns im Dorf, die anderen finden's unmöglich. Interessiert mich alles nicht. 
Ich wollte ja eigentlich nur die Teilchen verpacken, die Vanillestange und die Rosinenschnecke! Wer konnte schon ahnen, daß das Eintüten von Backwerk sich zu einem solchen Problem entwickeln würde?

Spätestens dann war der Zeitpunkt gekommen, sich das gute, alte Sprichwort "Diskutiere nie mit einem Idioten, er zieht dich herab auf sein Niveau und schlägt dich da mit seiner Erfahrung!" in Erinnerung zu rufen. Außerdem war meine Tochter dabei und die wollte ich nicht in Gefahr bringen. Wahrscheinlich hätte die Trine sonst noch ihr Butterflymesser gezückt...weiß man doch dank Asi-TV, haben Türken alle in der Tasche!

Aber das Gequarke wegen meines AMUs hat mir echt den Rest gegeben, denn dann wurde es lächerlich!
Also steckten das Töchti und ich unsere Teilchen in die Tüten, ignorierten das keifende Weib, das immer noch herumlamentierte und verließen laut lachend über so viel Dummheit den Backshop. Ich wette, daß wir sie nicht ernst genommen haben, hat die Trulla am meisten geärgert...

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Äläääääktra, mach Pipiiiiiiiiiii!

Lieber, guter Nikolaus, 
eile schnell ins Nachbarhaus!
Bringe die Schlamuffe um,
denn es ist nicht schade drum!
Und schlag auch ihren Alten tot, 
der ist nämlich ein Idiot!
Dann haben wir endlich unsere Ruh'
vor dem Deppen und seiner Kuh!

Heute ist Nikolaus und der hat offensichtlich meinen einzigen Wunsch nicht erhört, denn...

Schon wieder ist die Schrulle von nebenan mit ihrem Kläffer auf der Terrasse. Und wieder ist mein Puls jenseits der Warpgeschwindigkeit. Ich hasse diese Frau, ich hasse sie wirklich! Und immer, wenn ich sehe, wie sie ihren bedauernswerten Hund über die Straße schleift und an ihm herumzerrt, wünsche ich mir einen LKW, der sie plattfährt.
Dann müsste ich mir nie mehr den mehrmals täglich erschallenden Ruf "Älääääääktra, mach Pipiiiiii!" anhören, gefolgt von einem ungeduldigen "Komm!" oder "Hopp!" oder "Zackzack jetz'!", wenn der mittlerweile ziemlich neurotische Köter nicht sofort und auf Befehl auf die Terrasse pullert. Dabei jault und kläfft der an einer Tour, auch mitten in der Nacht. Naja, wie der Herr, so's Gescherr, so sagt man doch, und die Alte und ihr Westie sind das beste Beispiel dafür. Dabei war der Hund anfangs so süß und freundlich - was man von seiner Besitzerin nicht gerade behaupten kann, dieser Kotzkuh! 

Aber sie hat es erfolgreich geschafft, das Tier zu verkorksen. Seltsam, daß manche Hunde einen Wesenstest absolvieren müssen, um ohne Maulkorb auf die Menschheit losgelassen zu werden. In dem Falle wäre es wohl umgekehrt besser gewesen. Solchen Leuten sollte man keine anderen Lebewesen anvertrauen...

Ok, dieser Post war natürlich total sinnlos und ziemlich böse, aber dient der Magengeschwürprophylaxe. Magenprobleme bekomme ich nämlich bald, wenn ich der Alten von nebenan nicht wenigstens virtuell an die Gurgel gehen kann...

The Beauty and the Blog...

Ich gebe es zu.
Ich gucke nicht nur Dallas, ich lese auch Beauty Blogs - jedenfalls hin und wieder. Beim Kaffeepäuschen z.B. lasse ich mich ab und an in eine schöne bunte Seifenblase mit mehr Schein als Sein entführen, die ideale seichte Lektüre für den Feierabend, wenn man nur noch Lust hat, sich berieseln zu lassen. 
Aber im Gegensatz zu J.R., der die Glitzerwelt seines Fernsehimperiums mit fiesen Intrigen aufmischte, sind viele Beauty Blogs gähnend langweilig und die meisten davon überflüssig, weil lieblos geschrieben und mit mehr oder weniger aussagekräftigen, oft unscharfen Fotos versehen. Viele Autorinnen scheinen nicht über das Zweiwortstadium hinausgekommen zu sein und die Bedienung einer Fotokamera wohl eine technische Herausforderung wie der Bau einer Marsrakete darzustellen. Unnötig zu erwähnen, daß ich auf diesen Blogs kaum zwei Sekunden verweile, um gleich weiterzusurfen...

Dann gibt es aber auch andere Blogs mit pseudoprofessioneller Aufmachung, die schon jahrelang betrieben werden und deren Autorinnen mittlerweile gelernt haben mit Kamera(s) und Tastatur umzugehen und ordentliche Beiträge zu verfassen: die grooooßen deutschen Beauty Blogs der prominentesten deutschen Beauty Gurus mit riesengroßen Fangemeinden sind jedoch zumeist an Langweiligkeit kaum zu überbieten. Kreativität und Herzblut, Wärme und Nähe zur Leserschaft, die noch deutlich spürbar sind, liest man sich ältere Beiträge der betreffenden Damen durch, scheinen im Laufe der Zeit bzw. proportional zum Bekanntheitsgrad des Blogs und der wachsenden Menge des anbetenden Gefolges abhanden gekommen zu sein.

Hat man dann einen gewissen Status in der Beauty-Bloggerszene erreicht, so daß man nicht nur von Kosmetikfirmen, die Drogeriemarken herstellen, hofiert wird, sondern auch noch von High End-Größen wie Dior, Lancôme etc., ist der Ofen ganz aus. Spätestens dann liefern sich die in dieser Liga schreibenden Bloggerinnen immer wieder gerne Wer-hat-die-meisten-Mac-Lippies-Gefechte, wobei Mac-Lippies durch ein beliebiges Kosmetikprodukt wie Benefit-Blush oder Chanel-Nagellack ersetzt werden können. Im Grunde handelt es sich dabei nur um ein virtuelles Wettwichsen mit diesen überteuerten Lippies besagter Marke, deren Lippenstifthülsen wahrscheinlich nicht umsonst jene spezifische Form aufweisen, die mich an etwas ganz anderes denken lässt.
Kurzum ein Schwanzlängenvergleich, bei dem sich mir die Frage stellt: haben die bloggenden Beautyqueens das wirklich so nötig? 

Nun ja, wie das so ist, in einer Welt, in der eher der Schein zählt als harter Realismus, möglicherweise schon. Denn wenn man sich einmal die Portraits auf den Blogs dieser Damen anschaut und dann in den Genuß von mehr oder weniger gestellten Schnappschüssen von irgendwelchen Bloggerevents kommt, erkennt man die Mädels darauf oft nicht wieder. Selbstverständlich werden diese unvorteilhaften Fotos von einem selbst nicht auf dem eigenen Blog veröffentlicht, tauchen dann aber dummerweise auf anderen Blogs auf - ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Vermutlich steckt unter dem ganzen Deckmantel dieser Bussi-Bussi-Bloggerszene (Stichwort: die liebe, zauberhafte xyz hat mich getaggt...*säusel* *flöt*) eine gehörige Portion Stutenbissigkeit...

Falten- und pickelfrei und 30 Kilo leichter dank Photoshop
...oder 'nem neuen Verputz
Quelle:  http://www.toonpool.com

Wie dem auch sei, für mich hat sich aus der jahrelangen Lektüre unzähliger Kosmetikblogs das Standardprofil der deutschen Beautybloggerin ergeben: übergewichtig (aber dank Photoshop schlank und zart wie eine Elfe), wenig attraktiv, selten originell und kaum innovativ, was mit einer Unmenge an teuren Markenprodukten kompensiert wird, konsumgeil und teilweise ungeheuer arrogant und empfindlich - wie manche Bloggerin ihre Leserschaft abkanzelt oder auf Kritik an ihren immer gleichen, öden Augen-Make-ups reagiert, ist schon nicht mehr feierlich und vergällt mir die Lust darauf, diese Blogs weiterhin zu besuchen. Daher habe ich die Lektüre vieler BBs mittlerweile eingestellt und auch aus dem Grund, weil ich mich verarscht fühle. Mit verphotoshoppten Bildern von falten- und pickellosen Barbiepuppen mit makellosem Make-up und Idealmaßen schmeißt uns ja schon die Werbung tot, dafür gucke ich mir keine BBs an!

Es gibt glücklicherweise Ausnahmen.
Bloggerinnen, die authentisch geblieben sind und zu sich selbst stehen, sind für mich wesentlich attraktiver und interessanter als der fade Einheitsbrei, der sonst so in der deutschsprachigen Beautybloggerküche herumblubbert.
Dazu gehören z.B. die humorvollen Beiträge von Tine von den Lipgloss Ladies oder die Make-ups von Frau Kirschvogel, die mich immer wieder mit ihren Elfenaugen becirct und die sie durch unterschiedliche AMUs zu betonen weiß. Eine der kreativsten AMU-Bloggerin ist für mich jedoch Mylanqolia, die mich schon oft inspiriert hat, wenn ich Lust hatte, mit Farbe am Auge herumzuspielen, aber mir keine rechte Idee dazu kam. (Bitter-)Süß ist Dunkelbunt und bittersüß von Varis Varjo (Typ Schneewittchen), die nicht nur über Schminke & Co schreibt, sondern gerade auch über ihrem Finnlandaufenthalt berichet. Nicht zu vergessen die Blogs von Emily van der Hell und Turamania, die auch alles andere als Nullachtfuffzehn sind. Um mich über neue Produkte, LEs etc. zu informieren, nutze ich Kosmetik addicted, aber da ich ein Naturkosmetikfreak bin, ist der Blog, den ich wohl am häufigsten besuche, Beautyjagd. Ich mag den Schreibstil der Autorin, den Informationsgehalt ihrer Beiträge und die abwechslungsreichen Themen, derer sie sich annimmt.
Daneben habe ich noch ein paar andere Blogs auf meiner sehr übersichtlichen Leseliste, dies sind jedoch meine momentanen Favoriten.

Schaut ihr euch auch Beauty Blogs an? Und wenn ja, habt ihr irgendwelche Geheimtipps?